Monatsblitz Januar 2019

Das erste Turnier des SCP im neuen Jahr machten die 3 üblichen Verdächtigen unter sich aus. Nach bärenstarker Vorrunde (8 aus 8) schwächelte Ansgar ein wenig, konnte sich aber trotz zweier Niederlagen (gegen Ulli und Harald Lares) mit einem Punkt Vorsprung ins Ziel retten.
1. Ansgar Barthel – 13,5
2. Ulrich Siefert – 12,5
3. Andreas Stock – 11,5
4. Daniel Rein – 9
5. Harald Lares – 8,5
6. Harald Wolf – 6
7. Daniel Marhöfer – 5
8. Wolfgang Sauer – 4
9. Paul Ebelshäuser – 2

Erstellt am 05 Jan. 2019 von Harald Wolf

Weihnachtsblitz 2018

Weihnachtsmann des Jahres 2018 wurde Matthias Lang aus Landau.

Nach einem gemeinsamen Essen – Rollbraten, Klöße und Rotkraut – starteten 32 Spieler in 3 Vorrundengruppen. Platz 1 – 4 qualifizierten sich für die Endrunde A, Platz 5 – 8 für B und ab Platz 9 spielte man in der C-Gruppe.

Die Endrunde A hatte mit 2045 einen beachtlichen DWZ-Schnitt. Der an 5 gesetzte Matthias Lang setzte sich letztendlich durch.

1. Matthias Lang – 9
2. Oleg Yakovenko und Torsten Lang – 8,5
4. Adrian Karpa – 7
5. Johannes Vogel – 6,5
6. Phillipp Rölle – 5,5
7. Matthias Huschens und Denis Yakovenko – 5
9. Uwe Hünerfauth – 4
10. Denis Clauer – 3
11. Artur Yeganyan – 2,5
12. Daniel Marhöfer – 1,5

In der Endrunde B setzte sich der für Thallichtenberg spielende Ulrich Siefert vor seinem Dauerrivalen und Pizza-Kollegen Andreas Stock, durch.

1. Ulrich Siefert – 8,5
2. Andreas Stock – 8
3. Daniel Rein und Amin Mohammed – 7
5. Gerd Gnichtel – 6,5
6. Bernd Schmitt – 5
7. Pascal Laag – 3,5
8. Edgar Mkrtchyan und Klaus Ludy – 3
10. Anke Orschiedt-Eghbali – 2
11. Harald Wolf 1,5

Ungeschlagener Sieger in der C-Gruppe wurde der Neu-Höheinöder Wolfgang Sauer.

1. Wolfgang Sauer – 5,5
2. Christian Sperling – 5
3. Harutyun Mkrtchyan – 4,5
4. Paul Ebelshäuser – 4
5. Thomas Raber und Jan Raaphorst . 2,5
7. Max Vogel und Marcel Raber – 2

Erstellt am 30 Dez. 2018 von Harald Wolf

Pirmasens III mit erstem Saisonsieg

Die dritte Mannschaft trat als leichter Außenseiter gegen die SF Birkenfeld an. Nach einer (für die Bezirksliga) doch sehr langen Fahrt (1 Stunde 20 Minuten) kam die „Dritte“ in Birkenfeld an. Verstärkt wurde diese durch Edgar Mkrtchyan aus der vierten Mannschaft. Überrascht von der großen Anzahl von Mannschaften [Birkenfeld hat 10! ]
suchten wir nach unserem Gegner, dem SF Birkenfeld II. Birkenfeld hat zudem überraschend viele Jugendspieler in seine Mannschaften integriert und so kam es, dass Harald Wolf, Michael Schaefer und Roland Kratz es mit deutlich jüngeren Gegnern zu tun bekamen.

Die Partien waren eigentlich (fast ) überall ausgeglichen, was die Wertungszahl angeht. Nach frühen, ruhigen Remisen durch Axel, Harald und Traugott gegen etwa gleichstarke Gegner stand es 1,5:1,5, doch zeichnete sich bereits ab, dass es endlich mal ein guter Tag für den SCP werden solle: Pascal (am Spitzenbrett), Michael S. (an Brett 3) und Roland (an Brett 5) standen etwas besser.
Pascal war es auch, der den ersten vollen Punkt einfuhr: In der Caro-Kann-Verteidigung seines Gegners stand er die ganze Zeit aktiver. Der Gegner versuchte mittels einer Gabel nochmal zu etwas Kompensation zu kommen, doch genau darauf hatte Pascal spekuliert und es gelang ihm, zweizügig matt zu setzen.
Kurze Zeit später gelang es auch Michael Schaefer gegen seinen erst 14 jährigen Gegner durch aktiveres Figurenspiel für sich zu entscheiden. Der SCP führte somit mit 3,5:1,5! Edgar Mkrtchyan versäumte es zwei mal seinen zahlenmäßig deutlich stärkeren Gegner zu schlagen und wickelte in einem ausgeglichenen Turmendspiel schließlich folgerichtig ins remis ab. Nachdem auch Roland Kratz seine junge Gegnerin, die die Moderne Verteidigung im Pirc wählte, besiegen konnte, war es für das Mannschaftsergebnis nicht mehr relevant, dass Jan seinem viel stärkeren Gegner seot Beginn der Partie unterlegen war.
Somit steht der SCP III mit 3:5 MP auf dem 7. Tabellenrang und gastiert am 13.01. beim Tabellenletzten aus Bann. Mit einem Sieg wären wir erst einmal alle Abstiegssorgen los.

Es spielten:

SF Birkenfeld II – SC Pirmasens 1912 III
1. Wiesen, Marcus – Laag, Pascal 0:1
2. Ziegler, Mario Dr. – Raaphorst, Jan 1:0
3. Bleisinger, Emil – Schaefer, Michael 0:1
4. Lozar, Peter – Sprau, Axel ½:½
5. Bohrer, Katharina – Kratz, Roland 0:1
6. Kammann, Arvid – Wolf, Harald ½:½
7. Schoele, Stephan – Wolf, Traugott ½:½
8. Ibrahim, Mazin – Mkrtchyan, Edgar ½:½

Erstellt am 07 Dez. 2018 von Pascal Laag

Kreisliga- Team siegt in Unterzahl

Mit nur drei Spielern musste die vierte Mannschaft des SC Pirmasens nach Höheinöd reisen, da es im Vorfeld massenhaft Absagen gab (Weder Jessica noch Deborah noch Marcel noch Moritz hatten Zeit) und Edgar Mkrtchyan für die dritte in Birkenfeld am Brett saß. Am Abend zuvor sah es noch danach aus, dass das Spiel abgesagt werden müsse, doch kurzfristig konnte David Drews noch als dritter Mann einspringen, sodass der SCP zumindest noch eine Chance auf den Sieg hatte.
Wenngleich die Chance gering sein mag, wenn man mit einer Vierermannschaft nur zu dritt antritt, so nutzte die „Vierte“ sie:
Nachdem Hannah Weiner im Italiener ihre Partie gewinnen konnte und David Drews einen weiteren Punkt am dritten Brett in einer eher unkonventionellen Eröffnung erzielen konnte, einigte Harut sich mit seinem Gegner am Spitzenbrett auf ein Remis.
Somit steht die Kreisliga-Mannschaft punktgleich mit dem SC Höheinöd III auf dem geteilten 4. Platz und somit im Tabellenmittelfeld.
Spannend wird es wohl nur noch in der Spitze zwischen Höheinöd II und Zweibrücken II werden. Diese Platzierungen sind für unsere Mannschaft wohl nicht mehr erreichbar. „Immerhin können wir noch den Pokal gewinnen“

Am 20.01. spielt die „Vierte“ auf der Ruhbank gegen Höheinöd III.

Es spielten:

SC Höheinöd IV – SC Pirmasens 1912 IV 1½: 2½

1. Hirth, Torsten – Mkrtchyan, Harut ½:½
2. Eigenbrod, Uli – Weiner, Hannah 0:1
3. Weissmann, Günther – Drews, David 0:1
4. Mahmaud, Ahmad – spielfrei +:-

Erstellt am 02 Dez. 2018 von Pascal Laag

Pirmasens II zu Gast in Baumholder

Die zweite Mannschaft des SC Pirmasens hat im vierten Spiel den vierten Sieg in der 2. Pfalzliga West eingefahren. In Baumholder gewann der SCP mit 6:2 und hat somit die optimale Bilanz von 8:0 Mannschaftspunkten vorzuweisen.

Der SCP ging als Favorit in das Spiel gegen den freundlichen Gastgeber: Baumholder musste mit einem Ersatzspieler antreten. Für unsere Zweite rückten der neue Bezirksjugendmeister Edgar Mkrtchyan (aus der vierten) und Pascal Laag (aus der dritten) nach. Artur gewann bereits in der Eröffnung seine Partie
Nach einer Stunde Spielzeit war eine weitere Partie vorbei: Pascal Laag bekam es mit der Steinitz-Variante in seinem Spanier zu tun; früh in der Partie geriet er in einen Angriff auf seinen König, doch dem Gegner gelang es nicht, die Stellung zu knacken. Stattdessen sammelte Pascal munter alle Angriffsfiguren ein und der Gegner gab auf. Pascal durfte zum letzten mal für diese Saison in der zweiten Mannschaft spielen, da es im vierten Spiel bereits sein Dritter Einsatz war- immerhin wahrte er seine 100% Quote für die Zweite! Einige Zeit später siegte Arno Woll am sechsten Brett. Arno hatte über die ganze Partie so manchen Mehrbauern gehabt und verwaltete sie souverän. Nachdem Herbert Dietzsch in ausgeglichener Stellung ein remis annahm, zeichnete sich bereits am fünften und achten Brett ab, dass der SCP diese Partie gewinnen würde.
Daniel Marhöfer war es, der den Pirmasenser Mannschaftssieg komplett machte. Am fünften Brett nutzte er die zu früh entwickelte Dame des Gegners aus und schaffte es, diese einzufangen. Nachdem Daniels eigene Dame über h5 auf die Jagd nach dem feindlichen Monarchen ging, gab sich sein Gegner geschlagen.
Nachrücker Edgar Mkrtchyan siegte daraufhin am achten Brett. Lange Zeit hielt sein junger Gegner gut mit, doch Edgar hatte im Endspiel Turm/Läufer gegen Turm/Springer mit einem Mehrbauern eine schöne Taktik gefunden, die es ihm ermöglichte, den Springer des Gegners zu fangen. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 5,5:0,5 für den SCP, weshalb auch Klaus Diehl ohne weiteres ein remis gegen seinen zahlemäßig stärkeren Gegner annehmen konnte.
Viel wurde spekuliert, wer in Helmut Ortinaus Partie am zweiten Brett denn nun besser stünde. Helmut hatte Qualität und einen Bauern mehr, doch der Gegner hatte einen starken Angriff auf der h-Linie. Nachdem Helmut noch einen weiteren Bauern verputzte gelang es dem Gegner, die Partie durch einen Springereinfall in Helmuts Königsstellung zu gewinnen.
Am 16.12. findet die letzte Partie der Zweiten Mannschaft für das Jahr 2018 auf der Ruhbank statt. Es gastiert Aufsteiger Birkenfeld I.

Es spielten:

VFR Baumholder I – SC Pirmasens 1912 II 2 : 6 BP 0 : 2 MP

1. Thomas, Alexander – Yeganyan, Artur 0 : 1
2. Paul, Alexander – Ortinau, Helmut 1 : 0
3. Szylmann, Jaroslav – Dietzsch, Herbert ½ : ½
4. Drizovskiy, Alexander – Diehl, Klaus ½ : ½
5. Mikayelyan, Mher – Marhöfer, Daniel 0 : 1
6. Chiviksin, Valerie – Woll, Arno 0 : 1
7. Hitlin, Gregory – Laag, Pascal 0 : 1
8. Clever, Christopher – Mkrtchyan, Edgar 0 : 1

Erstellt am 25 Nov. 2018 von Pascal Laag

Schnellturnier November 2018

Zum letzten regulären Monatsturnier des Jahres 2018 pilgerten 8 mehr oder weniger begeisterte Spieler, um im sportlichen Wettkampf, Mann gegen Mann, den Sieger zu ermitteln. Dies ist Ulli gelungen, der ungeschlagen – 2 Remis gegen Klaus und Harald – den groß aufspielenden Daniel (Niederlage gegen Ulli, Remis gegen Klaus) mit 0,5 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz verwies. Für die Statistikliebhaber hier noch weitere Informationen (zum Schnellturnier auf der Ruhbank):
1. Ulrich Siefert – 6
2. Daniel Marhöfer – 5,5
3. Klaus Diehl – 4,5
4. Paul Ebelshäuser – 3,5
5. Artur Yeganyan – 3
6. Jan Raaphorst und Harald Wolf – 2
8. .Wolfgang Sauer – 1,5

Erstellt am 17 Nov. 2018 von Harald Wolf

Pirmasens III - Lauterecken I 4:4

Tag der Wölfe auf der Ruhbank – erst siegte Traugott kampflos und Harald überspielte seinen Gegner und markierte die 1,5:0,5-Führung. Gegen Ende – beim Stand von 4:2 – kämpften noch Jan und Thomas um den Mannschaftssieg, mussten sich aber leider den höher eingeschätzten Gegnern geschlagen geben.
1. Jan Raaphorst – Dr. Thomas Seibel 0:1
2. Michael Schaefer – Dr. Thorsten Hupprich 1/2
3. Axel Sprau – Willi Klein 1/2
4. Harald Wolf – Winfried Gillmann 1:0
5. Roland Kratz – Valeri Stark 1/2
6. Traugott Wolf – Mike Hulla +/-
7. Thomas Günster – Julian Breit 0:1
8. Jürgen Anton – Martin Köhler 1/2

Erstellt am 12 Nov. 2018 von Harald Wolf

Kreisliga-Team erreicht Pokalfinale!

Die vierte Mannschaft des SC Pirmasens hat bei der dritten Mannschaft des Schachclub Höheinöd im Halbfinale des Kreisliga-Pokalwettbewerbs gewonnen und hat somit das Finale erreicht.

Höheinöd III trat stark ersatzgeschwächt an, was die Pirmasenser für sich zu nutzen wussten: Bereits nach anderthalb Stunden gelang Hannah Weiner am vierten Brett in der italienischen Partie ein Sieg, nachdem der Gegner sich in der Eröffnung etwas verkalkulierte und sie bereits nach wenigen Zügen eine bessere Stellung auf dem Brett erreichte. Nachdem auch Harut Mkrtchyan gegen seinen schwächeren Gegner einen Sieg einfahren konnte, sah es für die vierte Bereits sehr gut aus.
Auch „Rückkehrer“ Marcel Raber gelang kurz darauf ein Schwarzsieg in der Pirc-Verteidigung. Für Marcel war es das erste Spiel seit (fast) drei Jahren für den SCP. Damit war der Sieg bereits auf Seiten der Pirmasenser, sodass Edgar Mkrtchyan am Spitzenbrett sich ohne Konsequenzen mit seinem Gegner auf remis einigen konnte.

Gesamtergebnis: SC Höheinöd III – SC Pirmasens 1912 IV ½ : 3 ½

Brett 1: Sema, Gerhard – Mkrtchyan, Edgar ½:½
Brett 2: Förster, Thilo – Mkrtchyan, Harut 0:1
Brett 3: Eigenbrod, Uli – Raber, Marcel 0:1
Brett 4: Jost, Alexander – Weiner, Hannah 0:1

Im Pokalfinale trifft dann der SC Pirmasens IV auf die zweite Mannschaft des SK Zweibrücken. Dieser ist der Vorjahressieger des Pokalwettbewerbs.

Wir wünschen unserer vierten viel Erfolg!

Erstellt am 11 Nov. 2018 von Pascal Laag

1. RLP-Liga: SC Pirmasens empfängt SC Landskrone

Als unerwarteter Tabellenführer trat unsere Erste am letzten Sonntag gegen den Aufsteiger und Tabellendritten SC Landskrone an. Wir hatten diesmal die Ehre, in der Gersbacher Mehrzweckhalle direkt neben der ebenfalls dort stattfindenden Oberbürgermeisterwahl spielen zu dürfen. Kurz vor Spielbeginn stellte sich heraus, dass die zur Verfügung stehenden Uhren nicht für den in der Rheinland-Pfalz-Liga erforderlichen Bedenkzeitmodus geeignet waren. Schnell wurde der „Notdienst“ Daniel M. gerufen, der den Schlüssel für unser Vereinsheim auf der Ruhbank besaß. Während Daniel mit Düsentrieb und den „richtigen“ Uhren unterwegs war, entschuldigte sich Frank beim Gegner für die zu erwartende Verzögerung und erklärte, dass es wegen der Oberbürgermeisterwahl zu organisatorischen Schwierigkeiten gekommen sei. Der Gegner nahm’s mit Humor und meinte, dass man vollstes Verständnis dafür habe, wenn die Schachuhren noch bei der Oberbürgermeisterwahl benötigt werden.

Zum eigentlichen Spiel sei hier schon mal verraten, dass der Verlauf diesmal – entgegen aller Prognosen – so einseitig war, dass es sich nicht lohnt, eine dramatische Note in Form einer chronologischen Berichterstattung hereinzubringen.
Die Partieverläufe gibt es diesmal schlicht und einfach in Brettreihenfolge.

Brett 1: Ralf hatte schwer mit seinem jungen Gegner zu kämpfen und erreichte schließlich ein Endspiel, bei dem nicht klar war, ob der Vorteil des Läuferpaares bei dem stark reduzierten Material zu einem Sieg reichen würde. Mit großmeisterlicher Technik kombinierte er Drohungen gegen den gegnerischen König mit der Kraft seines letzten verbliebenen (Frei-)Bauers. Er gewann eine Figur und holte in seiner dritten Partie in dieser Saison den dritten Sieg.

Brett 2: An meinem Brett hatte ich es mit einem beschleunigten Drachen zu tun. Zwar konnte ich etwas Raumvorteil herausholen, aber etwas Konkretes war nicht in Sicht. Später schnappte ich mir einen Bauern auf Kosten der Schwächung meiner eigenen Bauernstruktur. Es war klar, dass ich den Mehrbauern auf Dauer nicht halten kann, aber ich wollte die Zeit, die der Gegner für den Rückgewinn benötigt, für einen Königsangriff nutzen. Im letzten Zug vor der Zeitkontrolle stand ich mit wenigen Sekunden auf der Uhr vor der Entscheidung, mittels Turmopfer in ein Dauerschach abzuwickeln oder in ein kompliziertes Turmendspiel überzuleiten. Ich entschied mich für das Dauerschach, und wie die Analyse nach der Partie ergab, war das die bessere Wahl.

Brett 3: Frank kämpfte ebenfalls gegen einen Drachen, allerdings mit vertauschten Farben. Auch wenn es ihn in den Fingern juckte, konnte er sich beherrschen, einen ultrascharfen aber zweischneidigen Bajonettangriff im Stil von Richard Rapport zu starten. Stattdessen meinte er, dass es heute mal mit Rücksicht auf die Mannschaft den „positionellen Frank“ gibt. Und so kam es dann auch. Nach einigem Lavieren auf beiden Seiten wurden die Damen getauscht. Mit ein paar taktischen Sticheleien konnte sich Frank einen Mehrbauern erarbeiten, der sich als Freibauer auf den Weg zur gegnerischen Grundreihe aufmachte. Dem Gegner blieb nichts anderes übrig, als seinen Springer für den ungestümen Bauern zu opfern. Damit war dann auch die Partie zugunsten von Frank entschieden.

Brett 4: Gerd bekam die Grünfeldindische Verteidigung serviert. Der Gegner überließ ihm dabei das Bauernzentrum in der Hoffnung, dieses von den Flanken her attackieren zu können. Aber diesmal setzte sich das Zentrum klar durch. Gerd bekam einen starken Freibauern auf der d-Linie, der nicht mehr rechtzeitig blockiert werden konnte. Als der Bauer bis zur siebten Reihe durchgedrungen war und sich unaufhaltsam in eine Dame zu verwandeln drohte, gab der Gegner auf.

Brett 5: Andreas spielte gegen das Londoner System und ging mit seiner Dame sofort auf den ungedeckten b-Bauern los. Der Gegner entschied sich, diesen zu opfern, und erhoffte sich Kompensation in Form von Entwicklungsvorsprung. Entgegen der Regel „Schlage niemals auf b2, auch nicht wenn’s gut ist“ griff Andreas beherzt zu und verputzte den unschuldigen b-Bauern. In der Folge gelang es dem Gegner nicht, aus seinem Entwicklungsvorsprung Kapital zu schlagen, und Andreas konnte seine Stellung vollständig konsolidieren. Am Ende war es Andreas, der den gegnerischen König matt setzte.

Brett 6: Harald schnappte sich ebenfalls einen Bauern, geriet in der Folge aber mit seinem Springer auf Abwege, so dass der Gegner zwei Figuren für einen Turm gewinnen konnte. Die Stellung blieb unklar, und später kam es zu einem Endspiel mit ungleichen Läufern, in dem Harald zwei Mehrbauern hatte. Hier wäre es möglich gewesen, einen Bauern zurückzugeben, um einen entfernten Freibauern zu bilden, was den Gegner vor Probleme gestellt hätte. Stattdessen entschied sich Harald, beide Mehrbauern zu behalten, was es dem Gegner aber erlaubte, eine Festung aufzubauen, die nicht mehr zu durchbrechen war. Das zweite Remis in diesem Mannschaftskampf.

Brett 7: Klaus hatte mal wieder mit seiner üblichen Zeitnot zu kämpfen, überstand die Zeitkontrolle aber glücklicherweise ohne allzu große Schäden. Allerdings stand er in dem entstandenen Turmendspiel vor der Wahl, seinen angegriffenen a-Bauern zu decken und sich auf eine passive Verteidigung einzustellen, oder den Bauern zu opfern, um sein Heil im Gegenspiel zu suchen. Nachdem sich Klaus vergewissert hatte, dass der Mannschaftskampf bereits gewonnen war, entschied er sich für die aktive Möglichkeit. Dabei gelang es ihm, auf der h-Linie einen Freibauern zu bilden, der ein adäquates Gegengewicht zum gegnerischen Freibauern auf der a-Linie bieten sollte. Die Zuschauer rechneten mit einem baldigen Remis. Dann passierte das Unglaubliche: statt sich rechtzeitig mit seinem Turm um den sich vorwärts bewegenden Freibauern zu kümmern, machte der Gegner einen unachtsamen Zug mit seinem König, und realisierte erst danach, dass der Freibauer nun nicht mehr zu stoppen war. Die Folge war zunächst Kopfschütteln, und schließlich Händeschütteln.

Brett 8: Unser Jungtalent Daniel R. hatte diesmal andere Verpflichtungen und wurde durch das noch jüngere Talent Artur ersetzt. Wie sich herausstellte, keine schlechte Wahl. Artur preschte früh in der Eröffnung seinen h-Bauern nach vorne. Hier zeigt sich offenbar der Einfluss unseres Vorsitzenden Michael M., seinerseits ein großer Anhänger von „GingerGM“ Simon Williams („Come on Harry!!“). „Harry“ tauschte sich allerdings gegen seinen schwarzen Antipoden ab, und die Türme auf der h-Linie verschwanden auch schnell vom Brett. Mehr war erst mal nicht mit Angriff! Seine Stärken zeigte Artur dann später: nachdem die Damen getauscht worden waren, hatte Artur das bessere Endspiel, welches er dann auch sicher in einen vollen Punkt verwandelte. Ohne Damentausch hätte der Gegner wohl bessere Überlebenschancen gehabt, aber vielleicht hatte „Harry“ ihm soviel Angst eingejagt, dass er nur noch tauschen wollte?

Wenn man die Punkte nun zusammenzählt, kommt das sagenhafte Ergebnis von 7:1 zugunsten von Pirmasens heraus. Einen Sieg in dieser Höhe hatte wohl niemand von uns erwartet. Damit haben wir die Tabellenführung vor dem Favoriten Heidesheim nach Brettpunkten sogar noch ausgebaut.
Aber Frank sieht es nüchtern: 6 Mannschaftspunkte gegen den Abstieg haben wir schon mal.

Unser nächster Gegner am 02.12. ist die SG Trier.

Die Einzelergebnisse gibt es wie immer im Ergebnisdienst

Erstellt am 07 Nov. 2018 von Michael Müller

5. Nikolaus-Open am 08. Dezember

Zum fünften Mal veranstaltet der SC Pirmasens sein alljährliches Schnellschach-Open im Dezember. Wie in den Vorjahren gibt es wieder einen prall gefüllten Preisfond.

Die Ausschreibung gibt es hier als PDF-Datei zum Download .

Erstellt am 07 Nov. 2018 von Michael Müller